Psychodynamische Modelle anwenden

Psychodynamische Modelle anwenden

In der Therapie hat die Arbeit mit psychodynamischen Modellen eine lange Tradition. Bereits Freud hat mehrere Modelle entwickelt, um seine Arbeit verständlicher zu machen. Im beruflichen Kontext wird die Arbeit mit psychodynamischen Modellen erst in den letzten 30 Jahren vermehrt eingesetzt. Ein Durchbruch im kommunikativen Sektor war das 4-Seiten-Modell von Friedemann Schulz von Thun, das auch psychoedukativen Charakter hat. Ebenso hat die Transaktionsana- lyse das Verstehen gruppen- und psychodynamischer Effekte im privaten und vor allem im sozialberuflichen Umfeld geprägt. Neu ist die Anwendung des Ohnmachtszirkels, der eine erweiterte Differenzierung des eigenen Handelns ermöglicht. Sind die eigenen Verhaltens- und Reaktionsmuster noch konstruktiv oder bereits destruktiver Natur? Welche Möglichkeiten gibt es, aus destruktiven Stabilisierungen auszusteigen und ihnen vorzubeugen? Gerade die hohe psychische und emotionale Belastung im Pflegeberuf erfordert Wissen über die Möglichkeiten der eigenen Resilienz. Den Blick zuerst nach innen zu richten und dann nochmal nach außen zu schauen, ist durch die Nutzung psychodynamischer Modelle leichter möglich, um dann im Job langfristig gesund zu bleiben und im Team gegenseitige Achtsamkeit zu lernen.

Scroll to Top