Das Fetale Alkoholsyndrom

Das Fetale Alkoholsyndrom

Etwa 12.600 Babys werden jedes Jahr in Deutschland mit einer Erkrankung im Rahmen einer Fetalen Alkoholspektrum­ störung (FASS) geboren, ein komplexes Störungsbild, das durch mütterlichen Alkoholkonsum in der Schwangerschaft hervorgerufen wird. (1) Betroffene sind im Alltag auf vielen Ebenen eingeschränkt. Sie sind häufig kleiner und zierlicher, haben in der Regel einen niedrigeren IQ als der Durchschnitt und weisen im Alltag zahlreiche Verhaltensauffälligkeiten auf, die ein normales Leben fast unmöglich machen. Etwa 80 % der an FASS­-Erkrankten müssen auch über das 18. Lebensjahr hinaus betreut werden und können nicht alleine leben. (2) Die komplexen Einschränkungen gehen auf eine irreversible Schädigung des Gehirns zurück – FASS ist also nicht heilbar. Trotz einer weltweiten Prävalenz von 0,5 bis 2 auf 1.000 Geburten ist das Wissen über dieses Syndrom in Deutschland noch nicht weit verbreitet. Mitarbeitende in pflegerischen, (nicht­) psychiatrischen Einrichtungen bringt dies oft an ihre Grenzen. Was genau ist also das Fetale Alko­holsyndrom? Wie entsteht es und worauf müssen Pflegefachkräfte achten?

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