Antidepressiva (Teil 3): Wirkprofil Johanniskraut

Antidepressiva (Teil 3): Wirkprofil Johanniskraut

Bei leichten oder mittelschweren Depressionen gibt es auch eine Arzneimitteltherapie auf pflanzlicher Basis: Johanniskraut wird sowohl in der Volksmedizin als auch in der Schulmedizin dafür empfohlen. Es gibt große Qualitätsunterschiede bei den Präparaten. Die Leitlinie der Ärzteschaft, das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit (IQWiG) und die Stiftung Warentest sprechen sich für den Einsatz von hochwertigen Präparaten aus der Apotheke aus. Neben der erwünschten antidepressiven Hauptwirkung gibt es nur wenige Nebenwirkungen, die vorhersehbar sind. In jedem Fall müssen jedoch bei der Einnahme von zwei oder mehreren Arzneimitteln die „Wechselwirkungen“ oder „Interaktionen“ beachtet werden: Darunter versteht man die gegenseitige Beeinflussung von Stoffen mit der Folge, dass oft die erwünschte Hauptwirkung abgeschwächt wird und es zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) kommt. Fachleute können den Nutzen und das Risiko von Johanniskraut bei Depressionen beurteilen.

Scroll to Top